Masterarbeit in der Elektroabteilung

Zum Abschluss des Lehramtsstudiums in der Fachrichtung Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Universität München (TUM) durfte ich an meiner ehemaligen Berufsschule meine Masterarbeit durchführen. Betreut wurde ich seitens der TUM von Prof. Dr. Alfred Riedl und Daniel Kugelmann. Im Frühjahr 2019 begannen dazu erste Treffen.

Das Thema wurde beschlossen: „Lernen an einem Tormodell und praxisnahe Anwendung im handlungsorientierten Unterricht am Beruflichen Schulzentrum Schongau“. Ziel dieser Arbeit war es zu zeigen, inwieweit das Lernen an einem Modell übertragbar und umsetzbar auf die praxisnahe Anwendung im handlungsorientierten Unterricht der Berufsschule ist. Dies sollte exemplarisch anhand einer Unterrichtseinheit im Fach Steuerungstechnik in der 11. Jahrgangsstufe der Fachklassen Elektroniker/Elektronikerin Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik gezeigt werden.

Nachdem ein grober Plan des Unterrichtes und die Ziele der Arbeit standen, begann die Literaturrecherche. Inhaltliche Schwerpunkte wurden gesetzt, eine Gliederung und der Zeitplan für die Arbeit erstellt, wissenschaftliche Hintergründe erarbeitet, das Vorgehen für die Untersuchung und die Methoden zur Datengewinnung festgelegt.

Um die Unterrichtseinheiten auswerten zu können, beschloss ich den Unterricht einerseits zu beobachten, andererseits sollte nach dem Unterricht ein Interview mit einer der Lehrkräfte stattfinden und das Schülerfeedback am Ende der Stunde über einen eigens entwickelten Fragebogen abgefragt werden. Parallel wurde von den Lehrkräften der Unterricht geplant. Zuerst sollen die Schüler im Klassenzimmer ein horizontales Tormodell programmieren und in Betrieb nehmen. Anschließend sollen die Schüler ihr erworbenes Wissen im Haus-im-Haus für die Programmierung des „echten“ vertikalen Garagentores anwenden. Dazu wurde im Haus-im-Haus ein Garagentor installiert, in den Ferien von den Lehrkräften verdrahtet und nach vielen intensiven Arbeitsstunden war die Steuerung des Garagentores für den Unterricht bereit. Die Lernsituation wurde mit zwei Klassen, im Juni und Juli 2019, zur Gewinnung der Daten abgehalten.

Es hat sich gezeigt, dass dieser Unterricht sehr gut für das Lernen an einem Modell und dessen praxisnahe Anwendung im Haus-im-Haus umsetzbar ist. Durch den qualitativ hochwertigen handlungsorientierten Unterricht können verschiedene Kompetenzen der Schüler gesteigert werden. So wird neben der Vermittlung von fachlichen Kompetenzen, auch die Aneignung von Methoden-, Personal- sowie Sozialkompetenz gefördert. Viele Schüler gaben im Fragebogen an, dass ihnen das praktische Arbeitsumfeld im Haus-im-Haus und die Praxisorientierung sehr gut gefallen haben und sie gerne öfters in diesem praxisnahen Umfeld arbeiten wollen.

Ich möchte mich bei allen Schülern für die großartige Mitarbeit und bei dem gesamten Lehrerteam der Elektroabteilung für die große Unterstützung und das unermüdliche Engagement bedanken!

Anna Gobleder