Ein neuer Weg, praxisorientiert zu unterrichten – das „Haus im Haus“

Mit einem bayernweit einzigartigen Projekt startet die Elektroabteilung am Beruflichen Schulzentrum in Schongau in das Schuljahr 2009/2010.

Nach Verlagerung der gesamten Kfz-Abteilung Ende Sommer 2009 nach Weilheim stand die Kfz-Werkstatt leer. Nach reiflicher Überlegung kamen die Lehrkräfte der E-Abteilung und die Schulleitung zum Schluss, in der ehemaligen Kfz-Werkstatthalle ein für die Praxisübung der Schüler geeignetes Haus zu errichten – ein sogenanntes „Haus im Haus“. Mit diesem Projekt soll Praxisnähe in den Unterricht geholt sowie Interesse und Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern für ihren Beruf geweckt werden.

Nach den Planungen im Herbst 2009 entstand im März 2010 ein 15 auf 7,5 m großes zweistöckiges Haus durch die Zimmerei-Holzbau GmbH Mayr aus Eberfing. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 132 500 €. 57 000 € trägt der Landkreis. 75 500 € muss die Schule selbst aufbringen. Ein großer Teil dieser Kosten soll durch Sponsoren geschultert werden. Der Rest geschieht in persönlichem Engagement und Eigenleistung der Lehrer der Elektro-Abteilung. Rund 420 Stunden werden hier veranschlagt und auch benötigt werden.

Die Fertigstellung des Hauses wird sich über mehrere Jahre erstrecken und ist im Wesentlichen von den Sponsoren abhängig. Neben der elektrischen Grundinstallation werden in den kommenden Jahren intelligente Steuerungen für Licht, Jalousien, Klima, Heizung und Lüftung in das Haus installiert. Darüber hinaus sind in dem Gebäude eine Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage, eine Videoüberwachung, eine Türsprech- und Kommunikationsanlage, Breitband-TV, eine Warmwasserbereitungs- und Wärmerückgewinnungsanlage sowie die Schutzmaßnahmenüberprüfung in allen elektrischen Bereichen geplant.

Das Haus bietet zum einen die Möglichkeit, eine normgerechte Anwendung elektrischer Anlagen in der Praxis zu zeigen. Zum anderen sollen auch gleichzeitig Fehler demonstriert werden, die im beruflichen Alltag vermieden werden müssen. Besonders wichtig ist es den Lehrkräften, auch zukünftig die Technik im Haus an neue Entwicklungen anpassen zu können.

In nur zwei Tagen entstand das Haus in Holzständerbauweise.


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Bild 1: Die noch leere Halle.

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Bild 2: Der Aufbau der Bodenplatte.

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Bild 3: Stunden später werden schon die fertig gelieferten Wandteile montiert.

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Bild 4: Der zweite Tag begann mit dem Aufbau der Decke.

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Bild 5: Die Wände stehen, die Decke ist fertig. Unser Projekt ist eindeutig als Haus zu erkennen.

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Bild 6: Im Anschluss wurden auch im 1. Stock die fertigen Wandteile aufgestellt.

Aktueller Stand


Unser „Haus im Haus“ – Projekt geht langsam aber stetig voran. Nachdem zum Ende des Schuljahres 09-10 der Rohbau fertig gestellt wurde, waren wir im Schuljahr 10-11 damit beschäftigt, die Technik über Sponsoren kostenlos oder zumindest zu besonders günstigen Konditionen zu erhalten.

Mittlerweile ist unser Materialpool so groß, dass wir im Erdgeschoss mit der Elektroinstallation beginnen konnten. Natürlich fehlen noch viele Komponenten wie z.B. die Küchengeräteausstattung mit den dazugehörigen Möbeln, die Beleuchtungstechnik, die Rollläden und Jalousien, das Garagentor, die Hebeanlage, die Brandmeldeanlage, die Breitbandkommunikationsanlage und vieles mehr.

Es kommen immer neue Ideen dazu und wir hoffen noch auf weitere Sponsoren, die uns bei diesem Projekt unterstützen.
 

Unsere Sponsoren

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren für die großzügige Unterstützung.

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Firma ELKA

Firma Fermacell

Firma Hager

Firma Hilti

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Firma Numberger

Firma Peha

Firma RUNPOTEC

Firma Schöffmann

Firma Stiebel-Eltron

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Firma Ungelert, Lechbruck

Firma Wago